Ausgetauscht: Wenn ein ÖFB-Geschäftsführer sagt …

Oje oje der ÖFB, also der Österreichische Fußball Bund. Nachdem sich die Hurricanes Österreich, der größte Fanklub der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft, unter anderem über zu hohe Ticketpreise beschwerten und einen Stimmungsboykott im Länderspiel gegen Slowenien ankündigten, machte ein ÖFB-Vertreter deutlich, dass auch die letzten Gehirnwindungen der Sportfunktionäre von der radikalen Ideologie des Neoliberalismus befallen sind. Und zwar so stark, dass der Befund auch schon als Wahrnehmungsstörung bezeichnet werden könnte. Allerdings ist das ja auch wahrlich keine neue Erkenntnis mehr. 

ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold sieht, die Ticketpreise verteidigend, nämlich gar keine Fußballspiele, wenn er Fußballspiele sieht. Er sieht, ganz marktkonform, einem Produkt zu. Im Fall der Nationalmannschaft aber natürlich nicht irgendeinem Produkt. Neuhold hat einen anderen Ansatz:

»Wir haben den Anspruch, dass Länderspiele ein Premium-Produkt sind

Ojemine. Vielleicht sieht Neuhold auch nur noch 22 Blechdosen laufen. Ob es je wieder Leute in entsprechenden Funktionen geben wird, die das Offensichtliche sehen wollen, können, dürfen? Dann heißt es vielleicht irgendwann:

»Wir haben den Anspruch, dass Länderspiele Fußballspiele bleiben