Ausgetauscht: Wenn Frau Herrmann sagt …

Es soll ja Eltern geben, die bekommen Kinder, weil es als nächstes, nicht selten nach Karriereschritten, auf ihrer »To-do-Liste« steht, es sich gesellschaftlich schickt oder halt endlich ein Stammhalter her muss. Andere bekommen Kinder, da (möglichst viele) Kinder gefälligst die Absicherung im Alter garantieren sollen oder das Kindergeld einfach zu verlockend ist. Zugeben würde das natürlich niemand. Spüren werden es, mangels Liebe, ohnehin zuerst die Kinder. Und dann gibt es da auch noch eine Dame, Präsidiumsmitglied im Bundesverband der Personalmanager, eine gewisse Frau Katharina Herrmann, die posaunt das so oder so ähnlich ungeniert in einem Interview mit dem Handelsblatt in die Welt.

Frau Herrmann sagt:

»Arbeitnehmer wünschen Flexibilität, zum Beispiel bis nachmittags im Büro zu arbeiten, dann die Kinder abzuholen und sich abends noch mal ins Homeoffice zu setzen

Also Frau Herrmann, wenn Sie zu diesen Arbeitnehmern gehören, dann sollten Sie besser keine Kinder haben oder bekommen, womöglich sind die Ihnen ja nur im Weg. Vielleicht waren Sie bei dieser Aussage aber auch ordentlich … Na ja, was weiß ich, was sie vor so einem Interview zu trinken pflegen. Den Kindern zuliebe schlage ich folgende Variante vor, auch wenn ich den schicken Anglizismus raushauen muss:

»Arbeitnehmer wünschen Flexibilität, zum Beispiel bis nachmittags im Büro zu arbeiten, dann die Kinder abzuholen und sich bis abends noch den Kindern widmen zu können