Ausgetauscht: Wenn Kretschmann sagt …

Unter dem Motto »Fridays For Future« streiken Kindern und Jugendlichen für mehr Umweltschutz und widersetzen sich weiterhin brav der Schulpflicht. Zwar wird beim Thema Umweltschutz der Schaden durch Aufrüstung und Kriegstreiberei komplett ausgeblendet. Auch die größte und aktuellste Gefahr für die Umwelt und das Klima, die gegenwärtigen Kriege, die gestern, heute und morgen – nicht womöglich erst in ein paar Jahrzehnten – Mensch und Natur zerstören, stört beim Thema Klima offensichtlich nicht wirklich. Für den Aufbau von Feindbildern und den Austausch von Regierungen muss sich der Umweltschutz wohl unterordnen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Grünen. Einen Frontgrünen scheinen die für das Klima kämpfenden Kinder und Jugendlichen mit ihrem zivilen Ungehorsam nun besonders zu stören.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen meint dazu:

»Ziviler Ungehorsam ist ein symbolischer Akt. Das kann keine Dauerveranstaltung sein.«

Nein, nein. Will man etwas grundsätzlich verändern, dann doch wohl eher:

»Ziviler Ungehorsam ist ein notwendiger Akt. Das sollte eine Dauerveranstaltung sein.«