Ausgetauscht: Wenn Seehofer sagt …

Es gibt in der Politik eine Menge Leute, die gerne über »Demokratie« belehren, sich für »Demokraten« und das politische System, in dem sie sich bewegen (eine direkte, Basis- oder Rätedemokratie übergehend) für besonders demokratisch halten. Nach außen jedenfalls. Dumm ist nur, wenn jene dann auch noch so dumm – oder ehrlich, je nachdem – sind, mehr oder weniger offen auszusprechen, dass sie die Massen für noch dümmer halten wollen. Mittels Verwirrung etwa. Horst Seehofer, ein, wie nun bekannt, bekennender »Scheindemokrat«, ist ein Vertreter jener Politiker, wie er eindrucksvoll bewies.

Horts Seehofer, Innenminister von der CSU, meinte in einem vom ARD-Magazin »Bericht aus Berlin« veröffentlichten Video in Bezug auf das sogenannte »Datenaustauschgesetz«:

»Man muss Gesetze kompliziert machen, dann fällt es nicht so auf

Im parlamentarischen System herrscht ja nicht das Volk. Das Volk kann bestenfalls auswählen, von wem es sich beherrschen lassen will. Und selbst die zur Wahl stehenden Personen wurden bereits vorsortiert. Übrigens wäre eine wirkliche Demokratie anarchisch, aber das ist ein eigenes Thema und vermutlich nichts für einen Herrn Seehofer. Dem Anspruch von »Demokratie«, der Herrschaft des Volkes – also nicht der Politiker, Oligarchen und Milliardäre, sonstiger Scheineliten oder Konzernlenker – würde jedenfalls dieser Satz viel eher gerecht werden:

»Man muss Gesetze verständlich machen, dann verstehen es auch alle