Ausgetauscht: Wenn Trump sagt …

Am Montag, dem 25. März 2019, unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Erklärung zur Anerkennung der Souveränität Israels über die Golanhöhen. Israel hat die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert und annektiert. Die Vereinten Nationen lehnen die israelische Besatzung – mit der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 1967 und in der Folge etwa mit den Resolutionen 338 und 497 – ab. 

Der syrische UN-Botschafter Basar Dschafaari sagte während einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen am Mittwoch in New York, dass die gewaltsame Annexion von Land ein Verstoß gegen die Resolutionen der Charta und des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ist. Er warnte auch, dass eine solch eklatante Missachtung internationaler Gesetze zu einem Zustand rechtloser Politik führe. »Es gibt entweder Gesetze auf dieser Welt oder jeder wird auf das Gesetz des Dschungels zurückgreifen. Der Golan ist syrisches Gebiet, ob Israel das nun gefällt oder nicht, ob es durch die Vereinigten Staaten geschützt ist oder nicht. Es kann für fünf, zehn, fünfzehn Jahre gehalten werden und dann, was dann? Die Dinge werden sich ändern. Die Nichtanerkennung eines Rechts führt zu einem Krieg«, so Dschafaari. Er wies auch daraufhin, dass ein US-Unternhemen nun in den besetzten Golanhöhen nach Öl bohrt. Dschafaari: »Der amerikanische Partner gab heute der Genie Company des ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney eine Lizenz, um im Golan nach Gas und Öl zu suchen. Ein US-Unternehmen sucht also im Golan nach Gas und Öl.«

Der US-Präsident und Milliardär Donald Trump fand zuvor lediglich:

»Nach 52 Jahren ist es an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten die Souveränität Israels über die Golanhöhen voll anerkennen.«

 Es müsste aber vielmehr heißen:

»Nach 52 Jahren ist es an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten und Israel UN-Resolutionen über die Golanhöhen voll anerkennen.«