Wenn der Herr Katz sagt …

Nachdem das israelische Militär während der Gaza-Proteste im Jahr 2018, »Großer Marsch der Rückkehr«, 189 Palästinenser getötet und 6.100 Menschen nach Angaben der Vereinten Nationen verletzt hat, haben die Vereinten Nationen in einem Untersuchungsbericht vom 25. Februar 2019 festgestellt, dass triftige Gründe zur Annahme vorliegen, dass dabei internationale Verbrechen der israelischen Armee begangen wurden. Man solle den Bericht an den Internationalen Strafgerichtshof weiterleiten. Die israelische Regierung kritisiert den Bericht. Gaza wird von Israel und Ägypten blockiert und belagert.

Israels Außenminister Israel Katz meint dazu:

»Niemand kann Israel das Recht auf Selbstverteidigung und die Verpflichtung absprechen, seine Bürger und Grenzen vor gewalttätigen Angriffen zu schützen.«

Und ich meine dazu:

»Niemand kann Gaza das Recht auf Selbstverteidigung und die Verpflichtung absprechen, seine Bürger und Grenzen vor gewalttätigen Angriffen zu schützen.«

Denn schon in der Präambel der Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 heißt es:

»da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen«. Und wer in Gaza wen unterdrückt, tyrannisiert und diskriminiert, ist offensichtlich.