Wenn die Macher der »Global Conference for Media Freedom« meinen …

Nicht nur weil Julian Assange auf der Insel eingekerkert ist, muss man sie immer und immer wieder erwähnen: Kriegsverbrechen und Kriegslügen. Kriegslügen zur Einstimmung auf »Militärinterventionen« wie vor den Irakkriegen (Brutkastenlüge und Massenvernichtungswaffen) und den dort begangenen Kriegsverbrechen – aufgedeckt von Chelsea Manning, ebenfalls eingekerkert und Wikileaks – oder dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien zur Abspaltung des Kosovo (Hufeisenplan und Massaker von Račak). Propagiert von Sendern wie der staatlichen BBC oder von CNN.

Als die Angriffskriege von der kriegslüsternen Medienmeute in ihren vor Bomben und Scharfschützen sicheren Büros herbeigesehnt wurden, war der neue Lieblingsfeind westlicher Leitmedien, der russische Sender RT, noch gar nicht existent. Weitere Belege für Desinformation der blutverschmierten, selbstgerechten und selbst ernannten Qualitätsmedien aus jüngster Zeit sind auch die Fälle Arkadi Babtschenko oder Claas Relotius, um nur einige zu nennen. Die (Meinungs- und Verleumdungs-) Wikipedia – lang und breit in den »Geschichten aus Wikihausen« erklärt – hat damit zwar auch irgendwie zu tun, ist aber ein Kapitel für sich. 

Der staatlich finanzierte Sender RT existiert erst seit Dezember 2005. Propaganda und »embedded journalists« sind, der zeitliche Ablauf der Ereignisse kann es bezeugen, demnach jedenfalls keine RT-Erfindungen. Das war den Veranstaltern der »Global Conference for Media Freedom«, die vom 10. bis 11. Juli 2019 in London – in London hält man zeitgleich übrigens auch den Journalisten Assange in einem Hochsicherheitsgefängnis gefangen – stattfand, aber egal. Denn die russischen Auslandssender RT und Sputnik wurden von dieser seltsamen »Medienfreiheit« gänzlich ausgeschlossen. Veranstaltet wurde die Show übrigens von den britischen und kanadischen Aussenministern. Doch ist es nicht Aufgabe von Medien über, nicht auf Einladung von Ministern zu berichten? 

Begründung der britischen und kanadischen Macher der Konferenz zur Medienfreiheit für die Linientreuen:

»Wir haben RT und Sputnik wegen ihrer aktiven Rolle bei der Verbreitung von Desinformationen nicht akkreditiert.«

Na die Wahrheit genießt bei diesen Freunden der Medienfreiheit wohl kein Recht auf Freiheit, denn sonst hieße es:

»Wir haben BBC und CNN wegen ihrer aktiven Rolle bei der Verbreitung von Kriegslügen nicht akkreditiert.«