Gegen das Hass-Virus: Unblock Kuba

Pressenza:

In Hunderten Städten auf sämtlichen Kontinenten wurde am vergangenen Wochenende für ein Ende der noch immer bestehenden und völkerrechtswidrigen US-Blockade gegen Kuba mit traditionellen Protestformen, Autokorsos, Fahrraddemonstrationen, virtuellen Statements, Konzerten, Videos und Selfies protestiert.

Auch in über 20 deutschen Groß- und Kleinstädten von Berlin und Hamburg über Köln, Stuttgart oder München bis nach Schwerte oder Torgau gab es Aktionen der europäischen Solidaritätskampagne Unblock Cuba, wie das Netzwerk in einer Pressemitteilung vom 24. April 2021 schreibt. In Italien, Russland, Frankreich, Serbien, Irland, Belgien, Spanien oder Großbritannien kam es ebenso zu Aktionen um Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung, die durch die Folgen des Embargos gegen die sozialistische Regierung der Insel angestachelt werden soll, zu zeigen.

Die global miteinander vernetzte »Weltkarawane« nahm ihren Anfang in den USA, dort in mehreren Großstädten wie Los Angeles, Miami, New York oder Washington und reichte über Pretoria bis nach Peking und Schanghai. Die Aktionen sollen auf das über sechzigjährige Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo der USA gegen die Karibikinsel aufmerksam machen. Medien hätten endlich über diesen fortwährenden Akt gegen das Völkerrecht zu berichten. Auch europäische Staaten müssten sich für ein Ende der zerstörerischen Blockade einsetzen, von der auch viele Unternehmen, Vereine, Kunden oder Privatpersonen in Europa geschädigt werden. Außerdem wird dadurch das internationale Handelsrecht verletzt. Doch stattdessen macht sich nicht nur die deutsche Regierung, sondern auch die Europäische Union der Komplizenschaft an dem »Verbrechen der USA« schuldig. Zwar stimmt die EU, wie fast alle Staaten bei den United Nations, bei der UN-Generalversammlung alljährlich für ein Ende der US-Blockade, unternehmen will man aber nichts.

Das auf diese Weise isolierte und attackierte Kuba schickt, anders als die USA und ihre Verbündeten, bevorzugt Ärzte anstatt Soldaten und Söldner in andere Länder, etwa in der Corona-Krise. Die ökonomischen Schäden der aggressiven und imperialistischen US-Politik gegen Kuba – der laut dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez »völkermörderischen, einseitigen Einkreisung« – beliefen sich alleine im letzten Jahr auf über 5 Milliarden US-Dollar. Dazu »kommen soziale, kulturelle und politische Beeinträchtigungen«, so Unblock Cuba. Die nächste obligatorische Abstimmungsrunde gegen die US-Blockade bei der UN findet dann am 23. Juni 2021 statt.

Quellen:
www.unblock-cuba.org/aktuelles/weltweite-kampagne-pm-netzwerk/
www.amerika21.de/2021/04/250011/weltweite-proteste-gegen-us-blockade
https://twitter.com/i/status/1385252806332977154