Die neue Putsch-Agenda für Venezuela

NEOPresse:

Im April 2002 scheiterte ein Putsch gegen Hugo Chávez. Seit der Wahl Nicloás Maduros am 14. April 2013 zum Präsidenten Venezuelas versucht die Opposition erfolglos die Macht an sich und den Kurs des Landes nach rechts zu reißen. Zu diesem Zweck werden auch internationale Menschenrechtsorganisationen instrumentalisiert.

Eines vorab: Venezuela ist keine Diktatur, die Präsidenten des erdölreichen südamerikanischen Landes werden gewählt. Im April 2002 fand in Venezuela ein Putschversuch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez statt. Mit einem Volksaufstand und dem Einsatz der Nationalgarde wurde der Staatsstreich abgewehrt. Der vorübergehende Putsch-Präsident und industrielle Pedro Carmona Estanga setzte sich später über Kolumbien in die USA ab. Carmona bestätige im März 2011 die Unterstützung des Putschversuchs durch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sowie die Billigung der Auflösung demokratischer Institutionen und Neuwahlen.

Die OAS hat ihren Hauptsitz in Washington D.C. und wurde am 30. April 1948 in Bogotá gegründet. Zahlreiche Hinweise deuten eine Beteiligung der USA unter George W. Bush sowie Spaniens unter José María Aznar bei dem Putsch an. Chávez starb am 5. März 2013 an den Folgen einer Krebserkrankung. Seit der Wahl seines Nachfolgers Nicolás Maduro versucht die Opposition mit Hilfe der globalen Rechten in Venezuela erneut zu putschen. Ohne Erfolg. Wie das lateinamerikanische Nachrichtenportal amerika21 berichtet, ist ein humanitärer »Regime-Change« Teil der Strategie, um Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro loszuwerden.

Die Urheberschaft für gewalttätige Übergriffe soll umgekehrt und der Regierung zugeschoben werden. Mittel zum Zweck sind international angesehene Menschenrechtsorganisationen, wie Amnesty International (AI). Schlüsselpositionen wurden in der Vergangenheit mit entsprechenden Personen, wie Suzanne Nossel, ehemals »Wall Street Journal«, Bertelsmann, McKinsey, Human Rights Watch, Amnesty USA und Mitglied des Council on Foreign Relations, besetzt.

Der Artikel auf amerika21:

»Regime-Change humanitär«

Dokumentation über den gescheiterten Putschversuch gegen Hugo Chávez:

»Chávez – Ein Staatsstreich von innen« – Alternativtitel »The Revolution Will Not Be Televised«

Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm von Kim Bartley und Donnacha O`Briain hatte am 29. April 2003 seine Deutschlandpremiere auf ARTE und wurde am 14. September 2003 erstmals im ZDF gesendet.