Im Namen der Russen: Tabulos gegen den Strich des Mainstreams

Pressenza:

Exklusivabdruck aus »Im Namen der Russen«

Die Angst geht um im werten Westen. Mal wieder. Das darf, soll oder muss so sein, da Angst dem Streben nach Macht und Kontrolle nach innen und außen dienend zur Hand geht, um eben weiter expandieren, attackieren und kontrollieren zu können. Bedrohungen und Ablenkungen, Feindbilder und Dümmliches, wie wäre es bloß ohne?

Um den Schäfchen etwa den panzertauglichen Ausbau der Wege gen Osten, Überwachung bis in die Unterhose oder wirklich jeden Schwachsinn genießbar zu servieren, bedarf es, wie längst bekannt, medialer Mobilmachung und Begleitmusik, eben jeder Menge giftiger Werbung. Medien, die bereitwillig und völlig parteiergreifend Angriffskriege gegen Jugoslawien, Afghanistan, den Irak, Libyen oder Syrien nach dem immer gleichen Drehbuch – es ist die Geschichte des über Nacht zum Schlächter mutierten Diktators, der gestern gern gesehen, heute aber für kein schäbiges Geschäft mehr gut genug ist – herbeifabulierten, aber niemals gegen das Imperium und sein Fundament kapitalistischer Wachstumsgier pinkeln, funktionieren wie gewünscht. Noch immer und immer plumper, dreister und bigotter, so scheint es hell und deutlich. Das hat ganz bestimmt etwas mit Hofberichterstattung, Heuchelei und ungesühnter Beihilfe zum Massenmord zu tun und schnurstracks in einen »Informationskrieg« geführt.

Und nun sind zwar auch »die Russen« einmal mehr ins Fadenkreuz »der Guten« geraten, vom Mond kommen sie aber trotzdem nicht. So gründete der russische Staat Ende 2005 seinen Auslandskanal Russia Today, heute RT. Der Ansatz des Senders ist, wegen des Medienversagens, man bedient sich dabei der illustren Methoden des Verschweigens, Verkürzens und Verdrehens, auch nicht wirklich schwer zu erraten: Den Menschen in der schönen weiten Welt einen neuen Blickwinkel von der anderen Seite der bestens vernetzten und eingebetteten Journalisten, Chefredakteure und Herausgeber der Medien vom Bilderberg aufzuzeigen.

Tja, und am 6. November 2014 ging RT dann auch noch auf Deutsch ins Rennen der Auf- und Verklärung. Es versteht sich von selbst, dass RT rasch zum Feindbild des westlichen Mainstreams wurde, sich in den USA als ausländischer Agent ausweisen musste und auch in Europa skurrilen Schikanen und Kampagnen im Namen der Pressefreiheit gegen die Pressefreiheit ausgesetzt ist. Was nicht in den Meinungsrahmen der selbst ernannten Wertegemeinschaft passt, das kann ja auch nur des Feindes Propaganda sein, so der kurz gesprungene Satz zum Angriff auf alles, was zu kritisch ist oder eben irgendwie nach RT, Konsorten und Alternativen riecht.

Nun bin ich kein Freund von zunehmend in Mode kommender Dogmen, Meinungsverboten, Spaltung und medialer Hetze. Weder hier noch da. Denn Journalismus hat vornehmlich kritisch, unabhängig und aufklärend zu sein. Und so wurde ich in den letzten fünf Jahren mit zahlreichen Artikeln auch zum Gastautor bei RT Deutsch.

Auf den folgenden Seiten nun eine kleine Zusammenstellung einiger meiner im Namen der Russen ins Netz gejagten Gastbeiträge zu manch folgenreichen geo- und gesellschaftspolitischen Ereignisse im In- und Ausland in jüngster Vergangenheit, die den gewöhnlichen Medien und ihren Köpfen so gesehen gegen Strich gehen dürften.

Wie meinte doch Noam Chomsky:»Der schlaueste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben.«

Ich bin, in Anlehnung an Albert Einstein, dann mal weiterhin fleißig darin, auch abweichende Meinungen gelassen auszusprechen und erst recht, um dem Umstand bemüht, zu solchen Meinungen überhaupt gelangen zu können.

Das Buch von Flo Osrainik: „Im Namen der Russen. Tabulos gegen den Strich des Mainstreams“; Taschenbuch: Independently published 2019, 200 Seiten, ISBN: 978-1705360729 – http://floosrainik.net/buecher – gibt es ebenfalls als e-Book über https://www.amazon.de/dp/1705360726

Im Namen dr Russen